Kosovo-Grenzstreit: Großteil der Barrikaden abgebaut

Die im Nordkosovo lebenden Serben haben die meisten ihrer Straßenbarrikaden wieder geräumt. Die Blockaden vor den umkämpften Grenzübergängen Jarinje und Brnjak zwischen Serbien und dem Kosovo seien gestern beseitigt worden, berichtete ein AFP-Reporter am Ort des Geschehens.

Nur eine Blockade in Rudare in der Nähe des Dorfes Zvecan soll „bis auf weiteres“ erhalten bleiben, wie ein Vertreter der Ortschaft, Krstimir Pantic, der Nachrichtenagentur Beta sagte. Ein von der NATO vermitteltes Abkommen zur Beilegung des Grenzkonflikts mit Serbien hatte den Abbau der Blockaden vorgesehen. Am Sonntag stimmte die serbische Minderheit dem Abkommen zu.

Ein Polizist getötet

Wegen gegenseitiger Handelsbeschränkungen war in den vergangenen Wochen ein Grenzstreit zwischen Belgrad und Pristina entbrannt. Ein kosovarischer Polizist wurde bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet, ein Grenzposten wurde niedergebrannt.

Angesichts der Eskalation übernahm die NATO-Truppe KFOR schließlich die Kontrolle über die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak. Das mit der NATO getroffene Abkommen sieht vor, dass die umstrittenen Grenzposten als militärische Sicherheitszonen ausgewiesen und mit KFOR-Soldaten besetzt werden.