Elfenbeinküste: Anklage gegen zahlreiche Ex-Militärs

Im afrikanischen Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) sind 58 Militärs des früheren Staatspräsidenten Laurent Gbagbo wegen Verbrechen in der Zeit nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl angeklagt worden.

Von ihnen seien 40 in Gewahrsam genommen worden, sagte Militärstaatsanwalt Ange Kessi gestern. Darunter sei auch der frühere Chef der republikanischen Garde, General Brunot Dogbo Ble. Die Militärs wurden in der Wirtschaftsmetropole Abiddschan und in der nordivorischen Stadt Korhogo inhaftiert. Einige von ihnen waren bereits vor mehreren Wochen festgenommen und in Militärlagern untergebracht worden.

Zu den Anklagepunkten zählen unter anderem illegale Festnahmen, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung mit Todesfolge, Diebstahl, Veruntreuung und die Bildung von Milizen. Zuvor waren bereits 37 Mitglieder der früheren Gbagbo-Regierung angeklagt worden. Nach der Präsidentschaftswahl im November hatte es in der Elfenbeinküste einen monatelangen blutigen Machtkampf zwischen dem bisherigen Amtsinhaber Gbagbo und dem Wahlsieger und neuen Präsidenten Alassane Ouattara gegeben.