China: Tausende liefern sich Auseinandersetzung mit Polizei

Im Südwesten Chinas haben sich in der Nacht auf heute Tausende Menschen gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, begannen die Proteste im Bezirk Qianxi der Provinz Guizhou gestern Abend, nachdem ein Beamter der Stadtverwaltung eine Fahrradfahrerin verletzt hatte.

Die aufgebrachten Demonstranten steckten Autos in Brand und errichteten laut einem Bericht eines staatlichen Nachrichtensenders auch Straßenbarrikaden. Mindestens zehn Polizisten wurden dem Bericht zufolge bei den Ausschreitungen verletzt.

Auslöser war den Berichten zufolge ein Einsatz von Ordnungshütern der Stadtverwaltung, die versucht hatten, das Fahrrad einer Falschparkerin zu beschlagnahmen. Bereits Ende Juli war es nach dem Tod eines behinderten fliegenden Händlers in einer anderen Stadt in Guizhou zu Ausschreitungen gekommen. Für den Tod des einbeinigen Obstverkäufers wurden ebenfalls sogenannte Chengguan-Beamten verantwortlich gemacht. Den städtischen Sicherheitskräften, die in China allgemein sehr unbeliebt sind, wird immer wieder übertriebene Gewalt vorgeworfen.