Dokumentarfilmer Gualtiero Jacopetti gestorben

Der italienische Regisseur Gualtiero Jacopetti ist tot. Er verstarb gestern Abend im Alter von 91 Jahren in seiner Wohnung in Rom, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA heute berichtete. Jacopetti wurde international mit dem Film „Mondo Cane“ (1962) bekannt.

In einer Collage, in der er Aufnahmen afrikanischer Riten mit erschütternden Bildern über die Folgen von Atomversuchen an Tieren kombinierte, schuf Jacopetti einen bitterbösen Kommentar zum Zeitgeschehen. Der Film wurde 1962 in Cannes für die Goldene Palme nominiert.

Somit wurde Jacopetti neben Franco Prosperi und Paolo Cavara zum Begründer der Mondo-Filme, die durch die charakteristische Mischung aus dokumentarischen Szenen und nachgestelltem Material in harter Montage gekennzeichnet sind. Weitere Werke des Regisseurs sind „La donna nel mondo“ von 1963, der heftig umstrittene Streifen „Africa Addio“ (1966) und „Addio, Onkel Tom!“ (1971).