Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Bei einem Selbstmordanschlag an einer Moschee zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan sind in der südwestpakistanischen Stadt Quetta mindestens zehn Menschen getötet worden.

22 Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter heute auf dem Parkplatz des schiitischen Gotteshauses in einem Wagen in die Luft sprengte, sagte ein Polizeisprecher. Zum Zeitpunkt des Anschlags seien Hunderte Gläubige nach Gebeten zum Ende des Ramadan dabei gewesen, die Moschee zu verlassen.

Unter den Verletzten sind laut Polizeiangaben Frauen und Kinder, die sich in einem nahe gelegenen Park aufhielten. In Pakistan begann das Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr). Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag in der Hauptstadt der Provinz Baluchistan. Radikale Sunniten greifen in Pakistan allerdings immer wieder Angehörige der schiitischen Minderheit an.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie nach der Explosion Rauch aufstieg. Mehrere geparkte Fahrzeuge fingen Feuer. Nahe gelegene Häuser wurden beschädigt. Quettas Polizeichef Ahsan Mehboob sagte, der Attentäter habe das mit Sprengstoff gefüllte Auto in die Moschee steuern wollen. Unklar blieb, warum er sich schließlich auf dem Parkplatz in die Luft sprengte.

Video dazu in iptv.ORF.at