40 Tote bei religiösen Unruhen in Nigeria

Bei neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen sind in Nigeria mindestens 40 Menschen getötet worden.

Die Zusammenstöße in der Stadt Jos im Zentrum des westafrikanischen Landes seien am Donnerstagabend ausgebrochen, berichtete die nigerianische Zeitung „Tribune“ heute. Zeugen sagten, es seien über mehrere Stunden Schüsse in der Stadt zu hören gewesen.

In Jos, der Hauptstadt des Bundesstaates Plateau, kommt es immer wieder zu religiös motivierter Gewalt. Die Regionalregierung bemüht sich seit Wochen vergeblich um eine Entspannung der Situation. Jos liegt zwischen dem hauptsächlich von Muslimen bewohnten Norden Nigerias und dem christlich geprägten Süden.

Über 100 Tote bei Überschwemmungen

Bei Überschwemmungen nach heftigem Regen sind in Nigeria in den vergangenen Tagen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach einem Dammbruch im Südwesten wurden mehrere Brücken in die Tiefe gerissen. Viele Menschen sind nach Angaben des Roten Kreuzes nach der Überschwemmung ihrer Häuser von Wassermassen mitgerissen worden. Andere hätten noch versucht, sich an Bäumen festzuhalten.

In der Regenzeit von April bis September kommt es in Nigeria regelmäßig zu Überschwemmungen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Regen nach Angaben der Behörden in diesem Jahr aber besonders heftig.

Video dazu in iptv.ORF.at