24 Tote bei Doppelanschlag in Pakistan

Bei einem Doppelanschlag auf pakistanische Sicherheitskräfte sind heute im Südwesten des Landes mindestens 24 Menschen getötet worden. Die Tat richtete sich gegen die paramilitärischen Grenztruppen in Quetta, die vor zwei Tagen die Festnahme des ranghohen Al-Kaida-Mitglieds Junis al-Mauretani bekanntgegeben hatten.

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Ein erster Selbstmordattentäter habe sein mit 50 Kilogramm Sprengstoff beladenes Auto an der Mauer der Residenz des Vizekommandanten der Grenztruppen, General Farrukh Shehzad, in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeioffizier. Anschließend sei ein weiterer Attentäter auf das Gelände vorgedrungen.

Dieser habe zwei Granaten geworfen und dann in dem Haus seinen Sprengstoffgürtel gezündet. Laut Sicherheitsvertretern wurden der General und mindestens eines seiner Kinder bei dem Angriff verletzt. Seine Frau kam nach Angaben der Polizei ums Leben. Unter den 24 Toten waren demnach mindestens elf Angehörige der Grenztruppen und der Armee.

„Rache“ für Festnahme von Al-Kaida-Anführer

Zu dem Doppelanschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban. Damit habe die Festnahme von Mauretani und zwei weiteren Al-Kaida-Mitgliedern „gerächt“ werden sollen, sagte Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan.

Die Festnahmen waren mit den USA abgestimmt. Nach Angaben der pakistanischen Armee soll Mauretani auf Geheiß des mittlerweile getöteten Al-Kaida-Führers Osama Bin Laden Anschläge in den USA, in Europa und Australien geplant haben.