Töchterle: Hochschulmilliarde bis 2015 „wahrscheinlich“

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Österreichs Hochschulen sollen für die Jahre 2013 bis 2015 eine Hochschulmilliarde bekommen. Die Chancen hierfür schätzt Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle nach Gesprächen mit Finanzministerin Maria Fekter (beide ÖVP) als sehr gut ein.

In der ORF-„Pressestunde“ stellte Töchterle gestern außerdem seine Vorstellungen für Studiengebühren vor. Diese sollten autonom von den Unis eingehoben und verwendet werden, die Obergrenze bei 500 Euro pro Semester liegen. Studienbeihilfebezieher wären ausgenommen.

Die Finanzministerin müsse derzeit zwar einen „strengen Konsolidierungskurs“ fahren, auch hänge es von der künftigen Konjunkturentwicklung ab, aber: „Es wird die Hochschulmilliarde aller Voraussicht nach geben“, so Töchterle. Mit dem Geld sollen die Universitäten ebenso wie die Fachhochschulen bedacht werden.

Kritik von ÖH und Opposition

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) reagiert enttäuscht auf die Aussagen des Ministers. „Anstatt alle Anstrengungen in die Budgetverhandlungen für eine Ausfinanzierung der Universitäten zu stecken, drischt Töchterle die immer gleichen Phrasen von Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren“, so Peter Grabuschnig, Generalsekretär der ÖH-Bundesvertretung.

Die FPÖ vermisste Konkretes an den Aussagen Töchterles und sprach von „unverbindlichen“ Phrasen des Ministers. Das BZÖ warf ihm vor, keine rasch umsetzbaren Pläne für die Universitäten zu haben. Als positiv, da in die richtige Richtung gehend, beurteilte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die Aussagen Töchterles.