Erneut Straßenblockaden im Kosovo

Die serbische Minderheit im Kosovo hat wieder Straßensperren errichtet. Die Serben blockierten die Transitroute vom Kosovo in Richtung Serbien am Stadtausgang von Mitrovica im Norden des Landes, berichtete Bürgermeister Krstimir Pantic heute der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug in Belgrad. Die Barrikade bestehe aus Schotter und schweren Lastwagen.

Deutsche Soldaten der internationalen Schutztruppe KFOR, die zur Versorgung von KFOR-Truppen an den umstrittenen Grenzübergang Jarinje zu Serbien fahren wollten, mussten in ihre Basis zurückkehren, berichteten die serbischen Bürgermeister mehrerer Gemeinden in Nordkosovo.

Ihre Landsleute wollten den Angaben zufolge mit der neuen Straßensperre verhindern, dass die albanisch dominierte Kosovo-Regierung wie angekündigt die bisher serbisch kontrollierten Grenzübergänge Jarinje und Brnjak übernimmt. Schon am Vortag hatten die Serben in den Orten Leposavic, Rudare und Zubin Potok den Verkehr mit neuen Barrikaden lahmgelegt.