Terrorprozess in China: Vier Uiguren zum Tode verurteilt

Vier Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren sind in der nordwestchinesischen Unruheregion Xinjiang wegen Terrorismus und Mordes zum Tode verurteilt worden.

Wie die staatliche regionale Website Tianshan Net heute berichtete, standen die vier Männer aufgrund ihrer Verwicklung in drei Attentate mit Toten und Verletzten im Juli in den Städten Hotan und Kashgar vor Gericht. Zwei weitere Männer wurden zu 19 Jahren Haft verurteilt.

Am 18. Juli war eine Polizeistation in Hotan angegriffen worden. Dabei starben vier Menschen, vier weitere wurden verletzt. Bei zwei Attentaten in Kashgar kamen Ende Juli insgesamt 13 Menschen ums Leben, 44 wurden verletzt.

Die islamische Minderheit der Uiguren fühlt sich seit Jahrzehnten in China benachteiligt. Seit sich Peking die Region Xinjiang 1955 als „Autonome Region“ einverleibte und dort Han-Chinesen ansiedelte, kämpfen Uiguren im ehemaligen Ostturkestan für ihre Rechte. Peking macht die Separatisten für mehrere hundert Anschläge mit rund 200 Toten seit 1990 verantwortlich. Vier Uiguren-Gruppen wurden zu terroristischen Vereinigungen erklärt.