1.200 Menschen bei Nacktfotosession am Toten Meer

Der für seine Projekte mit nackten Menschenmassen bekannte US-Fotograf Spencer Tunick hat für seine neueste Aktion am israelischen Ufer des Toten Meers rund 1.200 Menschen für Nacktaufnahmen versammelt.

Das Fotoprojekt, zu dem die Freiwilligen nackt auf einem privaten Strand zusammenkamen, hatte im Vorfeld in Israel für heftige Kritik gesorgt. Orthodoxe Rabbiner und Politiker warnten vor „Sodom und Gomorra“ und drohten mit juristischen Schritten, um die Aktion zu verhindern.

„Gradmesser für Toleranz“

Ob seine Projekte akzeptiert würden, zeige den Grad der Offenheit und Toleranz eines Landes, sagte der 44-jährige jüdische Künstler diese Woche vor Journalisten. Wenn ein Land Nacktkunst zulasse, erweise es sich als offen, progressiv und engagiert. Der Fotograf versammelte in den vergangenen Jahren bereits Tausende nackte Menschen für Projekte in Sydney, New York, London, Barcelona, Wien und Düsseldorf sowie auf einem Schweizer Gletscher.

Tunick wollte nach eigenen Angaben mit der Aktion „Nacktes Meer“ auf die Gefährdung des tiefsten Sees der Welt durch Austrocknung aufmerksam machen. Der abflussfreie See wird vom Jordan gespeist, liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel und hat einen extrem hohen Salzgehalt.

Video dazu in iptv.ORF.at