Zeitung: Geheime US-Drohnenbasen in Afrika und Arabien

Die US-Regierung betreibt laut einem Zeitungsbericht geheime Lager für Drohnen am Horn von Afrika und auf der Arabischen Halbinsel zur Terrorismusbekämpfung. Die Stützpunkte für die unbemannten Flugkörper seien Teil einer aggressiven Kampagne, um mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppen in Somalia und dem Jemen anzugreifen, berichtete „Washington Post“ heute unter Berufung auf US-Beamte.

Ein Drohnenlager werde in Äthiopien eingerichtet. Einen Teil des Landes kontrolliert die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz aus Somalia. Ein anderer Stützpunkt wird nach Angaben der „Washington Post“ im ostafrikanischen Inselstaat Seychellen im Indischen Ozean errichtet.

Dort soll eine kleine Flotte von Killerdrohnen diesen Monat eine Testmission für Einsätze in Somalia abgeschlossen haben. Die unbemannten Flugkörper sollen Anti-Terror-Operationen in Somalia durchführen, schreibt die Zeitung und zitiert vertrauliche diplomatische Berichte der Enthüllungsplattform WikiLeaks.

Anti-Terror-Kampf im Verborgenen?

US-Präsident Barack Obama hatte im vergangenen Jahr angekündigt, keine Soldaten nach Somalia und in den Jemen senden zu wollen. US-Medien berichteten von einem zunehmenden Anti-Terror-Kampf im Verborgenen.