Texas streicht Todeskandidaten Henkersmahlzeit

Der US-Bundesstaat Texas hat Todeskandidaten die letzte Wunschmahlzeit vor der Hinrichtung gestrichen. Grund dafür war, dass ein verurteilter Mörder vor der Exekution am Mittwoch eine üppige Mahlzeit bestellt, sie dann aber nicht angerührt hatte. Lawrence Brewer, der einer weißen Rassistenorganisation angehörte, hatte 1998 in der Stadt Jasper einen Schwarzen an einen Kleinlaster gekettet und zu Tode geschleift und war dafür zum Tode verurteilt worden.

Der texanische Senator John Whitmire hatte sich darüber beschwert, dass Brewer die Henkersmahlzeit nicht aß. Wunschmenüs für Todeskandidaten seien ein „extrem unangemessenes Privileg“, schließlich hätten die Opfer auch kein Recht darauf gehabt. Brad Livingston, Direktor der Strafvollzugsbehörde, kündigte wenig später an, dass die bisher bestehende Praxis einer Wunschmahlzeit ab sofort eingestellt werde. In Zukunft würden Todeskandidaten vor der Hinrichtung dieselben Mahlzeiten erhalten wie die anderen Häftlinge.