Tschechien und Bulgarien wollen den Euro vorerst nicht

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Die EU-Mitgliedsstaaten Tschechien und Bulgarien wollen den Euro in naher Zukunft nicht als Währung haben. Die Regierungen beider Ländern lehnten es ab, ein konkretes Datum für einen Beitritt zur Währungsunion festzulegen, da niemand wisse, wie sich dieses Projekt entwickle, sagte Tschechiens Regierungschef Petr Necas gestern nach Gesprächen mit seinem bulgarischen Kollegen Bojko Borissow in Prag.

„Wir alle sehen, wie sich die Währungsunion immer mehr zu einer Transferunion oder gar einer Schuldenunion entwickelt“, sagte Necas. Borissow fügte hinzu, das Ziel, den Euro einzuführen, habe sich zu „etwas entwickelt, das wir genau beobachten und abwarten“. Er kritisierte zudem die hoch verschuldeten Länder der Euro-Zone. Einige Länder „sollten ihre Pensionen auf ein Niveau wie in Bulgarien kürzen, dann wäre Europa in einem oder zwei Jahren wohlhabend“, sagte er.

Tschechien ist seit 2004 EU-Mitglied, Bulgarien trat der EU 2007 bei. Beide Länder sagten bei ihrem Beitritt zu, den Euro einzuführen, sie sind aber nicht an ein konkretes Datum gebunden.