Zeitung: Neue Razzien in Causa Terminal Tower Linz

Im Zusammenhang mit der Übersiedlung von Finanzbeamten in den Linzer Terminal Tower, bei der Schmiergeldzahlungen vermutet werden, hat es am Dienstag und gestern an mehreren Standorten in Österreich Hausdurchsuchungen gegeben. Das berichtet die „Presse“ (Donnerstag-Ausgabe).

„Wir haben Büros und Privatwohnungen durchsucht“, bestätigte Martin Ulrich, Sprecher der Korruptionsstaatsanwaltschaft (KStA), der Zeitung.

Es gehe darum, alle Geldflüsse von der Baufirma PORR zur zypriotischen Firma Astropolis von Peter Hochegger zu prüfen, heißt es in dem Bericht. Über diese Firma sind auch jene Provisionen über 9,6 Mio. Euro geflossen, die Hochegger und Walter Meischberger für ihr Lobbying beim BUWOG-Verkauf erhalten haben.

Schmiergeldzahlungen vermutet

Beim Linzer Terminal Tower geht es um einen Nebenschauplatz der BUWOG-Causa. Das Bürohaus wurde von der PORR Solutions, der Raiffeisen-Leasing und der Raiffeisen-OÖ-Tochter Real Treuhand errichtet und ist seit 2005 die neue Heimstätte für die Finanzlandesdirektion Oberösterreich.

Im Zuge der Ermittlungen um die BUWOG-Privatisierung nahmen die Behörden auch diesen Deal ins Visier - sie vermuten Schmiergeldzahlungen. Insbesondere geht es um eine Zahlung von 200.000 Euro über eine zypriotische Briefkastenfirma Hocheggers, die laut PORR für Marktsondierungen in Rumänien an die Grasser-Vertrauten Meischberger und Hochegger geleistet wurde. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.