USA: Anklage im Mordkomplott gegen saudischen Botschafter

In dem angeblichen Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in den USA sind die beiden Hauptverdächtigen offiziell angeklagt worden. Manssor Arbabsiar und Gholam Schakuri werden unter anderem Pläne für einen Mord an einem ausländischen Beamten und den Einsatz von Massenvernichtungswaffen sowie grenzüberschreitender Terrorismus vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in New York gestern mitteilte.

Nach den Worten von US-Präsident Barack Obama waren die Attentatsplanungen von „Individuen in der iranischen Regierung“ bezahlt und dirigiert worden. Justizminister Eric Holder hatte konkret Al-Kuds („Jerusalem“), den militärischen Arm der iranischen Revolutionsgarden, für das Komplott verantwortlich gemacht.

Festnahme Ende September

Als Beweis nannte seine Behörde eine Vorschusszahlung von 100.000 Dollar (72.800 Euro) an einen mutmaßlichen Auftragsmörder des mexikanischen Drogenkartells „Los Zetas“, der in Wirklichkeit ein Informant der Drogenfahndung DEA gewesen sei.

Arbabsiar, ein Iraner mit US-Pass, war bereits Ende September in New York festgenommen worden. Er plante nach Ansicht der Ermittlern die Taten mutmaßlich mit dem Al-Kuds-Mitglied Schakuri, der als Unterstützer des internationalen Terrorismus bekannt sei, hieß es. Schakuri soll sich gegenwärtig im Iran befinden.