Clinton fordert von Pakistan mehr Druck auf Extremisten

US-Außenministerin Hillary Clinton hat Pakistan aufgefordert, extremistische Angriffe auf die US-geführten Truppen im Nachbarland Afghanistan zu unterbinden. Sie sei „tief besorgt“ angesichts von Berichten über den Beschuss von US-Stellungen aus dem pakistanischen Grenzgebiet, sagte Clinton gestern dem Fernsehsender ABC in Kabul. Der US-Kommandant in Afghanistan, General John Allen, habe darüber bereits mit dem pakistanischen Armeechef Ashfaq Kayani gesprochen.

Schwere Vorwürfe

Clinton forderte erneut, dass Pakistan den Druck auf das islamistische Haqqani-Netzwerk erhöhen müssen, das „jetzt auf Amerikaner zielt“. Ende September hatte US-Generalstabschef Mike Mullen Pakistan vorgeworfen, das mit den radikalislamischen Taliban und dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Netzwerk zu unterstützen und über seine Geheimdienste Gewalt in Afghanistan auch gegen US-Soldaten zu fördern. Das Haqqani-Netzwerk sei der bewaffnete „Arm“ des pakistanischen Geheimdienstes ISI, sagte Mullen.