Erneut weltweit Proteste gegen Banken

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Kurz vor dem neuen Euro-Gipfel zur Schuldenkrise haben weltweit erneut Tausende gegen die Macht der Banken protestiert. In Deutschland etwa demonstrierten laut Polizeiangaben rund 7.500 Menschen. Das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC sprach von rund 10.000 Demonstranten, die nach dem Vorbild der New Yorker „Occupy Wall Street“-Bewegung auf die Straße gingen. Das Zentrum der Proteste lag in Frankfurt.

In London errichteten Demonstranten ein zweites Zeltlager im Finanzdistrikt. Es soll das vor einer Woche erbaute Camp vor der St.-Paul’s-Kathedrale entlasten. Der Dom war am Freitag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg für Besucher geschlossen worden. Die Behörden erklärten, die Campingkocher der Demonstranten stellten ein Brandrisiko dar, und die Zelte versperrten den Zugang. Im neuen Lager haben den Organisatoren zufolge bis zu 300 Demonstranten ihre Zelte aufgeschlagen.

Zeltlager in Sydney geräumt

In Sydney räumte die Polizei heute ein Zeltlager von rund 70 Aktivisten im Finanzbezirk. 40 Personen wurden festgenommen. Vor zwei Tagen war es bei einer ähnlichen Polizeiaktion in Melbourne zu Zusammenstößen mit Kapitalismuskritikern gekommen.

Im New Yorker Stadtteil Manhattan zogen Demonstranten aus Protest gegen das harte Vorgehen der Polizei bei den vergangenen Kundgebungen durch die Straßen. Jedoch war die Gruppe deutlich kleiner als vor einer Woche, als 5.000 Menschen ihrem Ärger über Zwangsversteigerungen von Häusern, die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Staatshilfen für Banken Luft machten. Dabei waren mehr als 700 Menschen festgenommen worden.