Komplott: US-Iraner plädiert auf nicht schuldig

Im mutmaßlichen Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in den USA hat sich einer der beiden Hauptverdächtigen für nicht schuldig erklärt. Der US-Iraner Manssor Arbabsiar wies die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gestern bei einer Anhörung in New York zurück. Das Gericht setzte eine weitere Anhörung für den 21. Dezember an, der Prozess könnte dann im Jänner beginnen.

Anklage auch gegen Komplizen

Die Geschworenen einer Grand Jury hatten Arbabsiar, der Ende September auf dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen worden war, in der vergangenen Woche angeklagt. Ebenfalls Anklage erhoben wurde gegen seinen mutmaßlichen Komplizen Gholam Schakuri, der flüchtig ist. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, einen Bombenanschlag auf den saudiarabischen Botschafter Adel al-Dschubeir in einem beliebten Restaurant in Washington geplant zu haben.

Mordauftrag wurde zum Verhängnis

Der zuletzt in Texas wohnhafte Arbabsiar steht im Verdacht, das Attentat in den USA vorbereitet und den Mordauftrag an ein vermeintliches Mitglied einer mexikanischen Drogenbande vergeben zu haben. Der Mexikaner war jedoch als Informant für die US-Drogenfahndungsbehörde DEA tätig.

Schakuri, Mitglied der Al-Kuds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, soll den Plan mit dem Wissen anderer hochrangiger iranischer Vertreter gesteuert und finanziert haben. Die Iraner sollen bereit gewesen sein, 1,5 Millionen Dollar (über eine Mio. Euro) für die Ermordung des Botschafters zu bezahlen.

Der Fall hat die wegen des iranischen Atomprogramms angespannten Beziehungen zwischen Washington und Teheran weiter verschlechtert. Die Regierung in Teheran bestreitet vehement, in die mutmaßliche Planung eines Anschlags verwickelt zu sein. US-Präsident Barack Obama verlangte dagegen vom Iran eine Erklärung.