Philippinen: 10.000 Zivilisten fliehen vor Kämpfen

Vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und muslimischen Rebellen im Süden der Philippinen sind in den vergangenen Tagen schätzungsweise 10.000 Zivilisten geflohen. Wie ein Vertreter des Zivilschutzes heute sagte, brachte sich aus den Städten Payao, Alicia und Talusan auf der Insel Mindanao etwa jeder siebente Einwohner in Sicherheit.

Viele Bewohner hätten Nachrichten mit Warnungen auf ihren Handys erhalten, „dass die Rebellen die Städte angreifen werden“, sagte ein Behördenvertreter. Viele der Zivilisten seien deshalb geflohen, kurz bevor Kämpfer der Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) in der Region unter anderem mehrere Schulen besetzt hätten.

Luftwaffenangriff auf Rebellen

Gestern hatte die philippinische Luftwaffe Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Rebellen im Süden der Philippinen geflogen. Sie reagierte damit nach eigenen Angaben auf Angriffe der muslimischen Aufständischen, bei denen seit der vergangenen Woche mehr als 30 Menschen getötet wurden. Die Regierung hatte erst im Frühjahr wieder Friedensverhandlungen mit den Rebellen aufgenommen. Die MILF kämpft für einen autonomen Süden der Philippinen.