Syrische Deserteure greifen Militäreinrichtung an

Syrische Deserteure habe nach Angaben von Oppositionellen in der Nacht auf heute eine Militäreinrichtung nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei seien sechs Soldaten der Regierungstruppen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden.

Neue Phase im Aufstand?

Wie syrische Aktivisten in der libanesischen Hauptstadt Beirut weiter mitteilten, beschossen die Deserteure das Gebäude des Luftwaffen-Geheimdienstes in der Ortschaft Harasta mit Panzerabwehrraketen. Anschließend sei es zu einem Schusswechsel mit den Soldaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gekommen.

Der Bericht über den Angriff könnte den Beginn einer neuen Phase im Aufstand signalisieren: Bisher war sich die Opposition einig darin, dass der Kampf gegen das Regime ausschließlich mit friedlichen Mitteln geführt werden soll.

Prügelkommandos kontrollieren Straßen

Seit Monaten bedient sich das Regime der Schabiha, um die Proteste brutal niederzuknüppeln. Dabei handelt es sich um große Gangs, die auf Demonstranten einprügeln, schlagen, stechen und schießen. Die Schlägertrupps haben offenbar die Lizenz zum Töten und werden fürstlich entlohnt. Mittlerweile verdingen sich offenbar auch Schlägertrupps aus dem Irak und dem Libanon in Syrien.

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