Karzai fordert für Afghanistan „Souveränität ab heute“

Afghanistan fordere seine Souveränität und fordere sie „heute“, hat Präsident Hamid Karzai heute bei seiner Rede vor der „Großen Ratsversammlung“ (Loya Jirga) in Kabul gesagt.

Die USA dürften sich nicht in die inneren Angelegenheiten Afghanistans einmischen. Unter dieser Voraussetzung sei es im afghanischen Interesse, ein Abkommen über strategische Partnerschaft mit ihnen zu unterzeichnen. „Wenn die USA Militärstützpunkte wollen, werden wir es ihnen erlauben, weil es zu unserem Vorteil ist. Wir bekommen dafür Geld, und unsere Streitkräfte werden ausgebildet“, sagte Karzai vor rund 2.000 Delegierten.

„Wir brauchen ihre (USA, Anm.) Hilfe, das ist richtig“, sagte Karzai, „aber zu bestimmten Bedingungen, damit Afghanistan nicht mehr mit Füßen getreten wird.“ Die NATO-Truppen müssten die erniedrigenden Hausdurchsuchungen und nächtlichen Operationen einstellen, forderte er. Einziger Tagesordnungspunkt der Loya Jirga sind die Beziehungen Afghanistans zum Ausland.