Verhaltener Auftakt bei Volksabstimmung zu Stuttgart 21

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Die Volksabstimmung im deutschen Bundesland Baden-Württemberg über das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist verhalten angelaufen. Nach Angaben der Landesabstimmungsleiterin gaben bis zum frühen Nachmittag (14.00 Uhr) 20,8 Prozent aller Stimmberechtigten ihr Votum ab.

Damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt um 9,9 Prozent niedriger als bei der Landtagswahl am 27. März. In der Landeshauptstadt Stuttgart lag die Beteiligung an den Urnen in den Abstimmungslokalen um 14.00 Uhr bei 29,2 Prozent, wie eine Sprecherin des Statistischen Amtes der Stadt sagte.

Weitere 17,7 Prozent der Stimmberechtigten gaben bis zu diesem Zeitpunkt ihr Votum per Briefwahl ab, so dass die Beteiligung in Stuttgart um 14.00 Uhr insgesamt bei 46,9 Prozent lag.

Koalitionspartner uneinig

Insgesamt stimmen rund 7,6 Millionen Baden-Württemberger darüber ab, ob das Land aus dem Milliardenprojekt aussteigen soll oder nicht. In Stuttgart selbst waren rund 360.000 Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen.

Die grün-rote Landesregierung hatte die Volksabstimmung auf den Weg gebracht, weil die Koalitionspartner unterschiedliche Ansichten zu Stuttgart 21 vertreten. Während die Grünen den geplanten Tiefbahnhof ablehnen, ist die SPD grundsätzlich dafür.