Strafanzeige gegen AWD-Gründer

Die Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs gegen Verantwortliche des Finanzdienstleisters AWD. Wie heute das Ö1-Radio berichtete, hat der Verein für Konsumenteninformation VKI schon vor Monaten eine umfangreiche Anzeige erstattet.

Darin wird den AWD-Verantwortlichen vorgeworfen, Kunden speziell beim Verkauf von Immobilienaktien betrügerisch getäuscht zu haben. Der seit Jahren andauernde zivilrechtliche Streit um Schadenersatz für 2.500 Anleger bekommt damit nun auch eine strafrechtliche Komponente.

Heftiges Dementi

Als Verdächtige werden AWD-Gründer Carsten Maschmeyer sowie aktuelle und frühere Geschäftsführer von AWD Österreich und das Unternehmen selbst ausgemacht. Mittlerweile liegt der Akt bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, die bereits Zeugen einvernommen hat. Rund 1.800 vom VKI vertretene Anleger wollen sich einem etwaigen Strafverfahren als Privatbeteiligte anschließen.

Der AWD weist die Vorwürfe „mit aller Entschiedenheit und auf das Schärfste“ zurück und erwägt rechtliche Schritte. Dem AWD liege keine Strafanzeige vor, teilte ein Unternehmenssprecher der APA auf Anfrage mit. Offenkundig handle es sich um die „bereits bekannten haltlosen Vorwürfe, die der VKI seit mehreren Jahren ohne Erfolg gegen AWD Österreich erhebt“.