OMV fährt Produktion in Libyen weiter hoch

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Der Öl- und Gaskonzern OMV hat seine Produktion im bürgerkriegsgebeutelten Libyen weiter hochgefahren. Mittlerweile erhalte die OMV wieder 50 Prozent jener Menge, die es vor dem Krieg aus dem Land bekommen habe, sagte Firmenchef Gerhard Roiss heute in Wien. Bis die Produktion dort wieder voll laufe, dauere es zwölf bis 15 Monate, bekräftigte er.

Angesichts der wachsenden Konkurrenz für die Pipeline „Nabucco“ rückt die OMV ein Stück weit von dem Projekt ab. „Nabucco ist nicht zentraler Bestandteil unserer Strategie“, sagte Roiss. Für die OMV sei es wichtig, dass Gas aus der kaspischen Region wo die zweitgrößten Reserven der Welt liegen, in Wien ankomme. Das könne jedoch auch über andere Kanäle erfolgen, etwa über die von Russland geplante „Nabucco“-Konkurrenzpipeline „Southstream“. Dennoch sei die OMV weiterhin „sehr interessiert“ am Bau von „Nabucco“. „Jede Pipeline, die in Baumgarten einmündet, ist wichtig für unser Land und für Europa.“

Ein Verkauf des Staatsanteils von 31,5 Prozent an der OMV sei nach seiner Kenntnis derzeit kein Thema. Jüngst war in Medien darüber spekuliert worden. „Ich bin mit niemandem in Gesprächen. Ich habe auch keine direkten Signale, Anrufe oder Gesprächstermine zu diesem Thema“, sagte Roiss.