Staatengemeinschaft berät über die Zukunft Afghanistans

Zehn Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban ringt die internationale Gemeinschaft heute auf einer Afghanistan-Konferenz in Bonn um eine Weichenstellung für die Zeit nach 2014 und dem Abzug der ausländischen Truppen.

Überschattet wird das Treffen von den Spannungen zwischen den USA und zwei einflussreichen Nachbarstaaten Afghanistans: dem Iran und Pakistan.

Bei dem Bonner Treffen will die Staatengemeinschaft Afghanistan langfristige Hilfe beim Wiederaufbau und der Ausbildung der Sicherheitskräfte nach 2014 zusagen. Der Westen zieht damit die Lehren aus der Zeit nach dem Abzug der Sowjets 1989, als die Welt Afghanistan und dessen Sicherheitskräfte nicht weiter unterstützte und das Land daraufhin zunächst im Bürgerkrieg versank und dann unter die Herrschaft der Taliban fiel.

Nach den Worten von Finanzminister Omar Sakhilwal benötigt Afghanistan jährlich etwa sieben Mrd. Dollar (5,18 Mrd. Euro) aus dem Ausland, um Sicherheit und Entwicklung zu finanzieren. An der Konferenz mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai nehmen mehr als 50 Außenminister aus aller Welt teil.