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Ware nicht gesundheitsgefährlich

Eine Woche nach Bekanntwerden eines Lebensmittelbetrugsfalls von enormem Ausmaß in Italien ist nun klar, dass auch Österreich davon betroffen ist: „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Ermittlungen der italienischen Sicherheitsbehörden sind mehrere hundert Tonnen Soja von zwei der verdächtigen Unternehmen nach Österreich geliefert worden“, hieß es am Dienstag aus dem Gesundheitsministerium.

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Auch Raps sei davon in geringerem Umfang betroffen. Bei den Empfängern in Österreich handelt es sich um zwei weiterverarbeitende Betriebe. Die Waren sollen aber nicht gesundheitsschädlich sein, betonte man im Ministerium. Die zuständigen Stellen der Bundesländer wurden laut dem Ministerium umgehend informiert. Die italienischen Behörden haben bisher allerdings keine Lieferlisten mit konkreten Warenbezeichnungen, Mengen und Lieferzeitpunkten übermittelt.

Auch Deutschland betroffen

Von den falschen Biolebensmitteln sind wahrscheinlich auch einige hundert Tonnen nach Deutschland gelangt - ebenfalls vor allem Soja und Raps. Eine Gesundheitsgefahr habe nicht bestanden. Die Produkte hätten aber nicht als Bioware verkauft werden dürfen. Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner sagte, wenn sich die ersten Angaben aus Italien bewahrheiteten, handle es sich wohl um „Betrug in großem Stil“.

Vergangene Woche war der Großbetrug aufgeflogen. In Verona beschlagnahmte die Polizei 2.500 Tonnen falsch deklarierte Lebensmittel, sieben Personen wurden festgenommen. Insgesamt sollen seit 2007 vermeintliche Ökoprodukte wie Mehl, Soja, Obst und Trockenfrüchte im Wert von 220 Millionen Euro mit falscher Kennzeichnung verkauft worden sein.

Skandal auf EU-Agenda

Die Kontrollen der Lebensmittel unterliegen in Österreich den Bundesländern. Bioprodukte werden durch staatlich zugelassene Stellen zusätzlich kontrolliert. Auf Druck mehrerer Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, wurde laut Gesundheitsministerium erreicht, dass der Bioskandal kommende Woche im Ständigen Ausschuss für den ökologischen Landbau der EU in Brüssel behandelt wird.

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