Bahrain: Mit Tränengas gegen Demonstranten

Im Golf-Königreich Bahrain ist es gestern erneut zu Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften gekommen. Wie Onlineaktivisten im Internet berichteten, ging die Polizei bei Diras westlich der Hauptstadt Manama mit Tränengas gegen Hunderte schiitische Demonstranten vor.

Der Abteilungsleiter für Demokratie und Menschenrechte im US-Außenministerium, Michael Posner, der sich gerade zu einem Besuch in Manama aufhielt, äußerte sich besorgt über das Vorgehen der Polizei gegen die anhaltenden Proteste. Er rief alle Beteiligten auf, auf Gewalt zu verzichten und den Konflikt friedlich zu lösen.

„Wahllose“ Festnahmen

Nach Angaben Oppositioneller nahm die Polizei wahllos Regimekritiker fest, darunter auch die Menschenrechtsaktivistin Sainab al-Chawadscha, deren Vater nach den Protesten Anfang des Jahres festgenommen und später zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.

„Wir haben unsere Sorge geäußert über die andauernden Gerichtsverfahren gegen Ärzte, Journalisten, frühere Parlamentsabgeordnete und andere, die sich offenbar - zumindest in Teilen - auf deren Kritik an der Politik und den Maßnahmen der Regierung gründen“, sagte Posner bei einer Pressekonferenz in der US-Botschaft in Manama. Bahrain ist ein wichtiger Partner der USA in der Golfregion und Sitz der 5. US-Flotte.