Monti gibt Auskunft zu seiner Silvesterfeier

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Silvio Berlusconis ausschweifende Privatpartys sind legendär, sein Amtsnachfolger Mario Monti dagegen pflegt zu feierlichen Anlässen offenbar einen eher nüchternen und zudem höchst familiären Stil.

Auf eine Anfrage des oppositionellen Senators Roberto Calderoli von der Lega Nord hat der italienische Regierungschef nun ausführlich Auskunft darüber gegeben, wie er zum Jahreswechsel Silvester gefeiert hat.

Familienfeier bei Montis

Vorwürfe, er habe ausschweifend gefeiert, wies Monti mit dem ihm eigenen trockenen Humor zurück, nachdem er Calderoli in dem Antwortschreiben seine „Dankbarkeit“ zum Ausdruck gebracht hatte, das Thema vorgebracht zu haben. Bei seiner Silvesterfeier habe es sich um ein „einfaches Abendessen privater Natur“ in seiner Wohnung gehandelt.

„Anwesend waren Mario Monti, seine Frau, ihre Tochter und ihr Sohn mit ihren jeweiligen Partnern, Frau Montis Schwester nebst Gatten, und vier Enkelkinder der Montis im Alter zwischen eineinhalb und sechs Jahren.“ Die Gäste hätten, „selbstverständlich auf eigene Kosten“, in einem nahe gelegenen Hotel übernachtet.

Erhöhte Stromkosten nicht auszuschließen

Aufgetischt wurde keine Haute Cuisine, die eines Staatsbanketts würdig gewesen wäre, sondern ein traditionelles italienisches Silvestermenü mit Tortellini, Linsen mit Kochwurst und einem Kuchen. Die Einkäufe habe Frau Monti höchstpersönlich erledigt, das Essen dann auch „zubereitet und serviert“.

Es habe folglich keine „direkten oder indirekten Personalkosten“ gegeben, fuhr Monti fort. Gleichwohl müsse er einräumen, „nicht ausschließen zu können, dass die relativ hohe Zahl an Gästen - zehn - leicht erhöhte Strom-, Gas- und Wasserkosten“ verursacht habe.