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Hunger in den Metropolen

Immer mehr Familien in den USA haben wegen der zunehmenden Armut in großen Städten Mühe, sich Nahrungsmittel zu kaufen. Eine Studie des US-Städtetages zu Hunger und Obdachlosigkeit im Jahr 2011 ergab, dass in fast allen 29 untersuchten Metropolen zwischen September 2010 und August 2011 die Nachfrage nach Lebensmittelbeihilfen stieg.

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In 25 von 29 näher untersuchten Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern nahm der Bedarf an Nahrungsmittelhilfe der Studie zufolge im vergangenen Jahr zu. In Kansas City (Missouri) war der Anstieg mit 40 Prozent besonders hoch. Ähnlich schlecht schnitten Boston und Salt Lake City ab.

Von Krise nicht richtig erholt

24,4 Millionen Amerikaner sind arbeitslos oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten liegt noch immer um 6,3 Millionen unter dem Wert vom Dezember 2007. Nach einer Erhebung der Regierung lebten im vergangenen Jahr 49,1 Millionen Amerikaner in Armut. Die Zahl jener Haushalte, die Beihilfen für die täglichen Lebensmittel bekommt, die „Food Stamps“, stieg von 2007 bis 2010 um 16 Prozent auf 13,6 Millionen.

Die Hauptgründe

Die Studie des Städtetages nennt Arbeitslosigkeit, Armut, niedrige Löhne und hohe Kosten für Wohnungen als Hauptgründe für den Bedarf nach Lebensmittelbeihilfen.

Etwa die Hälfte der Anträge sei von Menschen gekommen, die in Familien lebten. 26 Prozent der Bedürftigen hätten Jobs gehabt. 19 Prozent der Antragsteller seien Alte gewesen, elf Prozent obdachlos. Die Studie zeigt eine Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise, von der sich die USA noch immer nicht richtig erholt haben.

Die Zahlen für die Obdachlosigkeit stiegen binnen Jahresfrist um sechs Prozent, besonders stark in Charleston (South Carolina) und in Ohio (Cleveland). Ein Viertel der Obdachlosen wurde als „psychisch schwer krank“ eingestuft.

Appell der Bürgermeister

Rund 71 Prozent der Städte erklärten, dass sie ihr gesamtes Budget für Lebensmittelhilfen aufgebraucht hätten. In den 29 Metropolen hätten 27 Prozent der Menschen, die Lebensmittelnothilfe benötigten, keine erhalten, heißt es in der Studie. Einen Rückgang des Bedarfs an Lebensmittelhilfe erwartet keine Stadt im kommenden Jahr. Viele rechnen aber damit, dass ihnen die Mittel dafür weiter zusammengestrichen werden.

Die Vereinigung der Bürgermeister in den USA beklagte die Zunahme von Armut und Obdachlosigkeit. „Im reichsten Land der Welt gibt es Menschen, die keinen Platz zum Leben haben“, sagte der Bürgermeister von Kansas City, Sly James, am Donnerstag bei der Vorstellung von Ergebnissen eines Berichts.

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