Burma schließt Waffenstillstand mit Rebellen

Burmas Regierung hat mit der wichtigsten Rebellengruppe der ethnischen Minderheit der Karen einen Waffenstillstand unterzeichnet. Eine Delegation der Regierung und Vertreter der Karen National Union (KNU) unterzeichneten heute nach mehrstündigen Verhandlungen ein entsprechendes Dokument. Der Konflikt zwischen den Karen und Burmas Zentralregierung ist einer der ältesten Bürgerkriege der Welt.

Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1948 ist die Beziehung der ethnischen Minderheiten zur Zentralregierung von Konflikten geprägt. Mehrere bewaffnete Gruppen kämpfen seit Jahrzehnten für mehr Rechte.

Rund ein Drittel der 50 Millionen Einwohner des Landes gehört ethnischen Minderheiten an. Diese leben vor allem in den bergigen Grenzgebieten. Die Friedensgespräche mit der KNU kamen unter Vermittlung von Hla Maung Shwe zustande, dem Gründer der Nichtregierungsorganisation Myanmar Egress.

Reformen nach Wahl 2010

Im November 2010 hielt die Militärregierung erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder eine Parlamentswahl in dem international isolierten Land ab. Zwar wurde die Wahl von der Opposition boykottiert und weithin als unfrei kritisiert, doch die neue zivile Regierung unter Präsident Thein Sein, einem ehemaligen General, überraschte Beobachter seither mit einer Reihe von Reformen.

Teil der Reformbemühungen ist die Aufnahme von Friedensgesprächen mit den diversen ethnischen Rebellengruppen, die bereits zu ersten Erfolgen führten.