EU-Parlament: Karas nun Vizepräsident

Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas, ist heute als einer von 14 Vizepräsidenten des Europaparlaments gekürt worden.

Obwohl der dritte Wahlgang noch ausstand, sagte zu Beginn der Sitzung der neue Parlamentspräsident Martin Schulz, dass nach dem Rückzug des 15. Kandidaten Indrek Tarand - ein Grüner aus Estland - die restlichen 14 de facto als Vizepräsidenten bestimmt seien. Damit ist Karas als Vizepräsident der ranghöchste Österreicher im EU-Parlament.

Probleme bei der Wahl

Beim ersten Wahlgang war Karas unter den 15 Kandidaten auf Platz fünf bei der Anzahl der abgegebenen Stimmen gekommen, beim zweiten Durchgang auf Platz sieben. Vor dem dritten Durchlauf gab es einige formale Unsicherheiten. Schulz zeigte sich über das Verhalten seiner Abgeordneten irritiert und meinte angesichts des Lärmpegels: „Das ist absolut nicht machbar, was hier abläuft.“

Er werde jetzt die Kandidaten für gewählt erklären, die Reihenfolge ergebe sich dann durch die Anzahl der Stimmen, die für sie abgegeben werde. Das wiederum verwirrte einige Mandatare, trotzdem wurde der dritte Wahlgang gestartet. Tarand hatte zuvor gesagt, um die Ausgewogenheit der Geschlechter zu verbessern, wolle er seine Kandidatur zurückziehen. Tarand war allerdings zuvor bei den beiden Wahlgängen jeweils auf dem letzten Platz gelandet.