Jede Menge Orden für die Regierung

Pünktlich zur Ballsaison, in der gerne Orden zur Schau gestellt werden, haben zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung heute von Bundespräsident Heinz Fischer Ehrenzeichen der Republik Österreich erhalten. Anlass war ihre dreijährige Regierungsangehörigkeit.

Laut Aussendung der Präsidentschaftskanzlei überreichte Fischer das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik an Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP), die Minister Nikolaus Berlakovich (ÖVP), Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Alois Stöger (SPÖ). Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) erhielt das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande.

FPÖ schäumt, Strache bekommt auch Orden

Die FPÖ kritisierte die Ordensverleihung an Regierungsmitglieder als „Schlag ins Gesicht der Bevölkerung“. Generalsekretär Harald Vilimsky sprach in einer Aussendung von einer „Provokation der Sonderklasse“.

Ganz undekoriert bleiben indes auch die Freiheitlichen nicht: Just am selben Tag beschloss der Ministerrat APA-Informationen zufolge nämlich, dass Parteichef Heinz-Christian Strache das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern erhalten soll.

Vor Zehnjahresfrist

Ein Ehrenzeichen ist für Abgeordnete nach zehn Jahren im Parlament vorgesehen. Die hat Strache freilich noch nicht absolviert, sitzt er doch seit 30. Oktober 2006 im Nationalrat. Allerdings wird ihm offenbar seine Zeit im Wiener Landtag quasi angerechnet.

In der FPÖ geht man davon aus, dass der FPÖ-Chef den Orden annehmen wird. Man kritisiere in Sachen Regierung ja zuvorderst, dass sich dort die Mitglieder für die hohen Auszeichnungen quasi „gegenseitig vorschlagen“.