Putin-Gegner von Präsidentwahl ausgeschlossen

Die russische Wahlleitung hat dem liberalen Oppositionspolitiker Grigori Jawlinski als Gegner von Regierungschef Wladimir Putin die Zulassung zur Präsidentenwahl verweigert.

Die Entscheidung sei „absolut objektiv“ und nicht politisch begründet, sagte der Vizechef der Wahlkommission, Stanislaw Wawilow, heute. Die Behörde teilte nach nochmaliger Prüfung von Jawlinskis Unterlagen mit, dass 24 Prozent der nötigen zwei Millionen Unterstützungsunterschriften für ihn ungültig seien.

Opposition: Einfacher Sieg für Putin

Nach der Wahl am 4. März will Putin wie schon von 2000 bis 2008 wieder im Kreml regieren. Aus Sicht von Beobachtern soll Jawlinskis Ausschluss von der Abstimmung helfen, dass Putin in der ersten Runde gewinnt, ohne in eine Stichwahl zu müssen.

Die Opposition sowie andere Präsidentschaftskandidaten forderten nach Angaben der Agentur Interfax die Zulassung Jawlinskis. Die Teilnahme des Mitbegründers der liberalen Oppositionspartei Jabloko sei wichtig für eine Legitimität der Abstimmung, hieß es in Moskau.