„Costa Concordia“: Einbruch bei Kreuzfahrt-Buchungen

Die Tragödie auf der „Costa Concordia“ hat vielen Menschen offenbar die Lust auf Kreuzfahrten genommen. Die Buchungen bei der italienischen Unglücksreederei „Costa Cruises“ seien „deutlich“ zurückgegangen, teilte der US-Mutterkonzern Carnival mit. Durch zahlreiche Umbuchungen sei es aber schwierig, genaue Zahlen zu nennen, hieß es in dem gestern vorgelegten Geschäftsbericht.

Bei allen anderen Tochtergesellschaften bezifferte Carnival den Buchungsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf um die 15 Prozent. „Nach dem Vorfall haben wir unsere Marketingaktivitäten deutlich zurückgefahren.“ Den größten Einbruch habe es drei Tage nach dem Unglück gegeben.

Mit mehr als 100 Schiffen ist Carnival die Nummer eins der Kreuzfahrtbranche weltweit. Auch die deutsche Reederei AIDA Cruises und die britische Cunard mit dem Flaggschiff „Queen Mary 2“ gehören zum Konzern. Hauptmarkt für Carnival sind die USA.