Italienische Fähre rammte im Schneesturm Hafendamm

Ein italienisches Fährschiff hat in der Nacht auf heute in Civitavecchia einen Hafendamm gerammt und ist dabei schwer beschädigt worden. Das Schiff mit mehr als 300 Passagieren und Besatzung an Bord wurde evakuiert, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Alle seien in Sicherheit. Vermutlich habe der Schneesturm die Fähre beim Auslaufen für eine Überfahrt nach Olbia auf Sardinien gegen den Damm gedrückt. Oberhalb der Wasserlinie habe der Aufprall einen etwa 30 Meter langen Riss hinterlassen.

Schneechaos in Rom

„Es hat einen Krach gegeben, wir haben große Angst gehabt“, berichteten Passagiere - von denen manche an die Havarie der „Costa Concordia“ vor drei Wochen vor der Insel Giglio dachten. Civitavecchia liegt nordwestlich der Hauptstadt Rom, die von der durchziehenden Schnee- und Eisfront ungewöhnlich stark betroffen ist.

Die stärksten Schneefälle seit Jahrzehnten lösten heute in Rom ein Verkehrschaos mit Tausenden auf glatten Straßen blockierten Autofahrern aus. Busse kamen nicht voran, Rettungsmannschaften konnten nicht rechtzeitig helfen, berichteten die Medien der italienischen Hauptstadt heute.

„Rom geschlossen wegen Schneefalls“, beschrieb „Il Messaggero“ das Verkehrschaos. Bürgermeister Gianni Alemanno wies Kritik wegen mangelnder Vorbereitung zurück und sagte, so stark habe es zuletzt 1985 in Rom geschneit. Überall waren mindestens zehn Zentimeter Schnee gefallen. Am Samstag war Winterausrüstung für Autofahrer Pflicht. Unterdessen bauten Touristen und Kinder Schneemänner auf den römischen Plätzen.