Anschlag auf schiitische Moschee in Pakistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im nordwestpakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan nach dem Freitagsgebet sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Aus dem Krankenhaus in dem Ort Parachinar im Stammesgebiet Kurram hieß es, der Tod von 21 Menschen sei bestätigt.

Weitere 45 Menschen seien verletzt worden, 20 davon lebensgefährlich. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen war die Detonation so heftig, dass auch mehrere in der Nähe geparkte Autos zerstört wurden.

Bereits Hunderte bei Kämpfen gestorben

Parachinar ist der größte Ort in Kurram. In dem Stammesgebiet kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der sunnitischen Mehrheit und der schiitischen Minderheit. Besonders im Jahr 2009 eskalierte die Gewalt zwischen den Religionsgruppen, als verfeindete Stammesangehörige gegenseitig Dörfer angriffen. Bei den Kämpfen - an denen sich auch die sunnitischen Taliban beteiligten - starben Hunderte Menschen.