Italien streicht Steuerprivilegien der Kirche

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Im Zuge seines Sparkurses streicht Italiens Ministerpräsident Mario Monti Steuererleichterungen für Unternehmen der katholischen Kirche. Schätzungen zufolge könnten mit dem Schritt jährlich bis zu 600 Millionen Euro zusätzlich in die Staatskasse in Rom fließen.

Monti, selbst Katholik, präsentierte seinen Plan gestern. Der sieht vor, dass bestimmte Einrichtungen der Kirche wie Privatkliniken, Hotels und Gasthäuser keine steuerlichen Vergünstigungen mehr genießen. Bisher war das der Fall, weil sie auch Pfarrer und Nonnen beherbergen oder über Kapellen verfügen. Neben der Kirche sind auch andere gemeinnützige Organisationen betroffen.

Monti hatte Italien im Dezember ein Sparprogramm verschrieben, um das von der Euro-Krise hart getroffene Land wieder auf Kurs zu bringen. Danach wurden auch Forderungen laut, wonach auch von der Kirche ein Beitrag zur Sanierung geleistet werden müsse.