Kulturmanager Peter Weiser gestorben

Der Kulturmanager, Autor und langjährige Leiter des Wiener Konzerthauses, Peter Weiser, ist gestorben, meldet der „Kurier“ (Montag-Ausgabe), für den der gebürtige Mödlinger auch als Theaterkritiker aktiv war. Weiser wurde 86 Jahre alt.

Weiser hat sich von Beginn seiner beruflichen Tätigkeit an einen ausgezeichneten Ruf als Kulturvermittler und Kulturexperte erworben, sei es als Chefdramaturg des Senders Rot-Weiß-Rot, als Theaterkritiker, Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft, aber auch als Leiter der „Energieverwertungsagentur“, als Gründer des Vereins Ideenagentur Austria oder als Koordinator bedeutender Kulturgroßveranstaltungen. Weiser schrieb unter anderem Hörspiele für die erfolgreiche Serie „Radiofamilie Floriani“.

Zahlreiche Projekte und Tätigkeiten

Der 1926 geborene Weiser begann nach einem Romanistik- und Philosophiestudium 1948 eine journalistische Karriere bei der katholischen Wiener Wochenzeitung „Die Furche“ und wechselte 1951 zur Sendergruppe Rot-Weiss-Rot, wie der „Kurier“ schreibt. 1961 wurde er Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft.

Er saß auch lange Jahre im Senat des Wiener Musikvereins. 1977 wurde Weiser Mitarbeiter des Bundeskanzlers Bruno Kreisky, in dessen Auftrag er die „Energieverwertungsagentur“ gründete. In den 90er-Jahren betreute er kulturelle Projekte der Stadt Wien wie das Theodor-Herzl-Symposion, 2005 war er Koinitiator der Ausstellung zum Österreichischen Staatsvertrag.

Weiser war aber auch ein höchst erfolgreicher Vermittler österreichischer Kultur im Ausland. Für seine Verdienste um das Wiener Konzerthaus sowie für seinen Einsatz um die Musik des 20. Jahrhunderts wurde Peter Weiser 1977 der Berufstitel „Professor“ verliehen.