Syrien: Rebellenrückzug aus Deir al-Sor

Die syrischen Rebellen haben sich heute aus der Stadt Deir al-Sor zurückgezogen, nachdem es zu einer weiteren Attacke der Armee gekommen war.

Regierungstruppen beschossen auch die Städte Homs und Hama - dabei kamen laut Aktivistenangaben zumindest zehn Menschen ums Leben. Die „Freie Syrische Armee“ musste zuletzt deutliche Rückschläge hinnehmen. Die Rebellen würden daher offenbar zu Guerillataktiken wechseln, hieß es.

Russland: Resolution nur mit Bedingungen

Russland will unterdessen eine Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat auch weiterhin nur unter bestimmten Bedingungen unterstützen. Ein Ultimatum an die syrische Führung werde Russland als Vetomacht im Weltsicherheitsrat wie bisher nicht mittragen, sagte Außenminister Sergej Lawrow heute nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

Er wies Informationen zurück, wonach Russland seine Position in der Syrien-Frage geändert habe. Moskau unterstütze vielmehr weiter die Mission des Syrien-Beauftragten von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Kofi Annan.

Russland hatte immer wieder deutlich gemacht, nur eine Resolution mitzutragen, die alle Seiten des Konflikts zum Gewaltverzicht und zu gemeinsamen Verhandlungen aufruft.

Russland dementiert Militäreinsatz

Der russische Tanker „Iman“ vor der syrischen Hafenstadt Tartus hat nach Angaben aus Moskau nur eine Einheit zum Schutz vor Piraten an Bord. Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete es in Moskau am Dienstag als „Märchen“, dass die russische Kriegsmarine zu Kampfhandlungen in Syrien eingelaufen sei. Russland unterhält in Tartus einen Marinestützpunkt. Auch der Generalstab in Moskau sowie Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow bezeichneten Informationen über russische Kampfeinheiten für Syrien als „Unsinn“.

Die Führung der russischen Schwarzmeerflotte hatte am Montag nach Angaben der Agentur Interfax mitgeteilt, die Marineinfanteristen an Bord der „Iman“ sollten eine mögliche Flucht russischer Bürger aus dem Konfliktgebiet absichern.