Putschistenführer in Mali: Gestürzter Präsident „in Sicherheit“

Nach dem Militärputsch in Mali haben der UNO-Sicherheitsrat und die Europäische Union die Wiedereinsetzung der gewählten Regierung gefordert. Putschistenführer Amadou Sanogo versicherte, dem gestürzten Präsidenten Amadou Toumani Toure gehe es „sehr gut“ und er sei „in Sicherheit“.

Meuternde Soldaten hatten am Mittwoch den Präsidentenpalast in der malischen Hauptstadt Bamako attackiert. Am Donnerstag erklärten sie „alle Institutionen“ für aufgelöst, verhängten eine Ausgangssperre und schlossen die Grenzen des Landes.

Sanogo bedauerte „Akte des Vandalismus“

Das Mandat von Präsident Toure näherte sich dem offiziellen Ende. Bisher waren Wahlen für den 29. April vorgesehen. Die Putschisten verwiesen zur Begründung für ihr Vorgehen vor allem darauf, dass die bisherige Regierung „unfähig“ gewesen sei, mit der Tuareg-Rebellion im Norden des Landes umzugehen.

Sanogo bedauerte „Akte des Vandalismus“ in Zusammenhang mit dem Umsturz. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, drei Menschen seien erschossen worden. Das Rote Kreuz verzeichnete rund 40 Verletzte.