Russisch-ukrainisches Expeditionsteam in Antarktis vermisst

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Eine russisch-ukrainische Expedition wird in der Antarktis vermisst. Die achtköpfige Besatzung der Jacht „Scorpius“ habe sich zuletzt in der Nacht auf Dienstag auf dem Weg zu den Südlichen Shetlandinseln gemeldet, teilte eine Sprecherin der Mission gestern im russischen Sotschi mit.

In ihrem letzten Eintrag im Internet berichteten die Teilnehmern von schweren Winden in dem Gebiet, das durch Felsen und Eisberge besonders gefährlich ist. „Es wäre eine Untertreibung, wenn ich sagen würde, dass wir sehr, sehr beunruhigt sind“, sagte die Sprecherin.

Die vier Russen und vier Ukrainer waren am 18. September mit ihrer 29 Meter langen Jacht zu einer historischen Weltumsegelung aufgebrochen. Dazu wollten sie Nord- und Südpol in einem Jahr umrunden und dabei mehrere Weltrekorde aufstellen. Mitte März kamen sie in der ukrainischen Polarstation Wernadski an, von dort machten sie sich auf den Weg zu der russischen Station Bellinghausen.