Griechischer Ex-Minister wegen Korruption in Haft

Der frühere griechische Vizepremier und mehrmalige Minister Akis Tsohatzopoulos, einer der führenden Köpfe der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) in der Regierungszeit des verstorbenen Ministerpräsidenten Andreas Papandreou, ist wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden.

Die Athener Staatsanwaltschaft bestätigte heute auf Anfrage, dass gegen ihn in seiner Eigenschaft als früherer Verteidigungsminister in Zusammenhang mit dem Kauf deutscher U-Boote Haftbefehl erlassen worden sei. Tsohatzopoulos soll Schmiergelder beim Kauf von U-Booten kassiert haben.

Jahrelang Ermittlungen

Der sozialistische Spitzenpolitiker und frühere stellvertretende PASOK-Vorsitzende wurde in seinem Haus in einem vornehmen Athener Viertel festgenommen. Innerhalb der nächsten fünf Tage muss ein Gericht entscheiden, ob er in Haft bleibt oder wieder auf freien Fuß kommt.

Das Parlament hatte vergangenen Juni bereits die Immunität von Tsohatzopoulos, der auch mehrmals Innenminister gewesen war, für seine vergangene Amtszeit aufgehoben. Er ist seit 2009 nicht mehr Mitglied des Parlaments.

Die griechische Justiz war nach mehrjährigen Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, Tsohatzopoulos sei bestochen worden. Er soll nicht ausreichend erklärt haben, woher er das Geld hatte, ein Haus in einem teuren Athener Viertel sowie andere luxuriöse Immobilien zu kaufen.