DDR-Millionen: Erneut Urteil gegen Bank Austria

Schlechte Nachrichten für die Bank Austria aus der Schweiz: Im schon zwei Jahrzehnte dauernden Streit über verschwundene DDR-Millionen hat die Bank erneut vor dem Obergericht Zürich verloren und soll inklusive Zinsen 245 Millionen Euro an Deutschland zahlen, wie die Tageszeitung „Der Standard“ (Wochenendausgabe) berichtet hat. Die Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig. Die Bank will die Entscheidung beim Schweizer Höchstgericht bekämpfen.

„Wir können die Entscheidung des Obergericht Zürich nicht nachvollziehen und werden gegen diese Entscheidung Beschwerde an das Schweizer Höchstgericht einbringen“, so die Bank Austria in einer der APA übermittelten schriftlichen Stellungnahme.

Der Streit der Bank Austria mit Deutschland reicht in DDR-Zeiten zurück. Dabei geht um die verschwundenen Millionen der ostdeutschen Gesellschaften Novum und Transcarbon. Novum-Chefin war die Wiener Geschäftsfrau Rudolfine Steindling, genannt die „Rote Fini“. Ursprünglich ging es um 128 Mio. Euro. Seit Anfang der 90er Jahre sind aber fast noch einmal so viele Zinsen aufgelaufen.