Fix: Regierung boykottiert EM-Spiele in Ukraine

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Österreichische Regierungspolitiker werden keine Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine besuchen. Darauf hat sich der Ministerrat heute verständigt.

Mit dem Boykott soll ein Signal gegen den Umgang der ukrainischen Justiz mit der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko gesetzt werden. Das sagte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) nach dem Ministerrat. Sowohl Spindelegger als auch Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) schlossen aus, dass die Spiele stattdessen in Österreich stattfinden.

Die Vorgangsweise im Fall Timoschenko und der fehlende Zugang zur Gesundheitsversorgung seien klar zu verurteilen, so Spindelegger. Auch stehe der Vorwurf der „Politjustiz“ im Raum. „Es wird keinen österreichischen Regierungspolitiker geben, der an den Spielen teilnimmt, das ist unser Zeichen der Solidarität“, hielt der Vizekanzler fest.

Auch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach von einem „sichtbaren Signal“. Das Regierungsteam habe sich demnach gegen einen Besuch ausgesprochen, einen formalen Beschluss brauche es hierfür nicht.