Kurt-Vorhofer-Preis und Robert-Hochner-Preis verliehen

Zwei der wichtigsten heimischen Journalistenpreise sind gestern Abend in der Wiener Hofburg von Bundespräsident Heinz Fischer verliehen worden. Der Kurt-Vorhofer-Preis für Printjournalisten ging heuer an „Standard“-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid, und mit dem Robert-Hochner-Preis wurde ORF-Radio-Innenpolitikredakteur Peter Daser ausgezeichnet.

„Kritischer und sachorientierter Journalismus ist in einer Demokratie unverzichtbar“, so der Bundespräsident. Ebenso unverzichtbar seien aber auf Seite der Journalisten Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß. Diese Tugenden würden durch die vergebenen Journalistenpreise ausgezeichnet.

Daser (Jahrgang 1971), der in den vergangenen Monaten vor allem mit seiner Berichterstattung aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgefallen war, habe „mit hervorragenden Beiträgen im Rahmen der erstklassigen journalistischen Leistungen des aktuellen Dienstes der ORF-Radios markante Qualitätssignale gesetzt“, so die Jury-Begründung. Gelobt wurden Dasers „exzellente Vorbereitung, erstklassige Recherche und journalistische Beharrlichkeit“.

Die 41-jährige „Standard“-Chefredakteurin erhielt den Kurt-Vorhofer-Preis, da sie sich in ihrer journalistischen Tätigkeit „in besonderer und vielfältiger Weise für eine offene demokratische Gesellschaft“ einsetze, befand die Jury. In ihren Kommentaren warne Föderl-Schmid konsequent vor der Gefährdung von Gerechtigkeit und Anstand in Politik und Zivilgesellschaft. Sie sei „unbeirrbar in ihrer kritischen Haltung gegenüber Mächtigen“ und ihre Texte würden - ganz im Sinne Kurt Vorhofers - die engen innenpolitischen Grenzen überschreiten.