Mubaraks Söhnen droht weiterer Prozess wegen Korruption

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Den Söhnen des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak droht nach Angaben des Staatsfernsehens ein weiterer Prozess wegen Korruption.

Alaa und Gamal Mubarak müssten sich gemeinsam mit sieben anderen Beschuldigten vor dem Strafgerichtshof wegen einer Korruptionsaffäre in Börsenangelegenheiten verantworten, berichtete der Sender Nile Television heute. Der Nachrichtenagentur MENA zufolge soll es dabei auch um den Kauf einer Bank gehen, Details wurden aber nicht bekannt.

Die Söhne Mubaraks stehen bereits ebenso wie ihr Vater vor Gericht, am Samstag soll das Urteil verkündet werden. Dem gestürzten Staatschef wirft die Anklage neben Korruption und Amtsmissbrauch vor, für den Tod von Hunderten Demonstranten im Frühjahr vergangenen Jahres verantwortlich zu sein. Die Mubarak-Söhne sitzen derzeit in einem Gefängnis in Kairo in Haft, Mubarak selbst liegt in einem Militärkrankenhaus.

Polizist verurteilt

Nach Angaben der Justiz wurde ein ägyptischer Polizist in Zusammenhang mit den Protesten zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Beamte soll am 28. Jänner 2011, einem der blutigsten Tage des Aufstands, auf Demonstranten geschossen haben. Er war zuvor bereits in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden, der Prozess wurde aber neu aufgerollt, nachdem er sich den Behörden gestellt hatte.