15 Tote bei US-Drohnenangriff in Pakistan

Die USA haben erneut mutmaßliche Aufständische in den pakistanischen Stammesgebieten mit Drohnen angegriffen. Mindestens 15 Menschen seien bei dem nächtlichen Angriff auf eine Basis der radikalislamischen Kämpfer in Nordwaziristan getötet worden, teilten pakistanische Sicherheitsvertreter heute mit.

Laut den Angaben trafen zwei Raketen das Gelände in der Region von Mir Ali. Berichte, wonach auch ausländische Kämpfer unter den Toten waren, bestätigten die pakistanischen Behörden zunächst nicht. Seit dem NATO-Gipfel zu Afghanistan im vergangenen Monat in Chicago haben die USA ihre Angriffe mit unbemannten Drohnen im pakistanischen Grenzgebiet verstärkt.

Mehrere Angriffe am Wochenende

Bereits gestern wurden bei Luftangriffen in Südwaziristan fünf mutmaßliche Aufständische getötet, darunter ein Kommandant. Am Vortag berichteten pakistanische Sicherheitskräfte von mindestens drei Toten.

Die halbautonomen Stammesgebiete liegen in der unzugänglichen Bergregion entlang der afghanischen Grenze. Die pakistanischen Behörden haben dort traditionell wenig Einfluss. Nach Auffassung der USA nutzen Taliban und Al-Kaida die Grenzregion als Rückzugsgebiet, um von dort aus Angriffe in Afghanistan zu starten.