MTH-Gruppe will österreichische Schlecker-Filialen

Die MTH-Gruppe, hinter der Investoren rund um den österreichischen Industriellen Josef Taus stehen, interessiert sich für die Österreich-Tochter des insolventen deutschen Drogerieriesen Schlecker. „Wir sind kontaktiert worden, und diesen Dienstag haben wir beschlossen, uns das genau anzusehen“, sagte Martin Waldhäusl, Vorstand der MTH-Gruppe, der „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). Damit gibt es neue Hoffnung für die 3.000 Schlecker-Mitarbeiterinnen in Österreich.

„Wir führen bereits Gespräche. Es wäre schön beizutragen, Teile der Firma und Arbeitsplätze zu erhalten“, wird Waldhäusl zitiert. „Ich schätze, ein Drittel der 930 Filialen wird wirtschaftlich führbar sein.“ Handels-Know-How hat MTH 2002 mit der Übernahme und Sanierung von Libro bewiesen, 2004 wurde Pagro dazugekauft.

Noch besser würde Schlecker jedoch zu den deutschen MTH-Töchtern Pfennigpfeiffer sowie MäcGeiz passen, heißt es in der „Kronen-Zeitung“. Beide sind Diskonter mit Schwerpunkt auf Drogerie-und Haushaltswaren samt Eigenmarken. Vorteil: Warenbeschaffung und Logistik wären dadurch sofort gesichert, und das gemeinsame vergrößerte Einkaufsvolumen würde MTH (insgesamt 650 Geschäfte, 4.500 Mitarbeiter, 527 Mio. Euro Umsatz) günstigere Einstandspreise bringen.