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„Neue Perspektiven“

Nach den zugesagten Hilfen für Spanien wird in Griechenland der Ruf nach besseren Bedingungen für das eigene Milliardenpaket laut. Aus den größeren Parteien hieß es, der mit Spanien ausgehandelte Pakt könnte Vorbildwirkung haben.

Der von den Spaniern ausgehandelte Deal beweise, dass der im Gegenzug für Hilfen verordnete Sparkurs erfolglos sei, sagte am Montag ein Sprecher des Linksbündnisses SYRIZA, das die Reformauflagen grundsätzlich ablehnt. „Die Debatte in Europa schafft für Griechenland und die Euro-Zone neue Perspektiven.“

Samaras pocht auf Verhandlungen

Der Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, sagte, das Vorgehen der Regierung in Madrid zeige, dass Griechenland mehr von Verhandlungen habe als von einem Bruch mit den Geldgebern. Er warnte damit vor einem Wahlsieg der SYRIZA.

Spanien hatte am Wochenende angekündigt, als viertes Land nach Griechenland, Irland und Portugal Finanzhilfen seiner Euro-Partner anzuzapfen. Allerdings will die Regierung in Madrid nur Kredite für seinen Bankensektor beantragen und damit strenge Auflagen seiner Geldgeber für das gesamte Land umgehen.

Auch PASOK gegen Linksbündnis

Der Sozialisten-Chef Evangelos Venizelos sieht in den Hilfsbedingungen für Spanien einen Beleg dafür, dass sich die Euro-Zone auf einen Ausschluss Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft vorbereite, sollte SYRIZA die Parlamentswahl am 17. Juni gewinnen. „Sie arbeiten an einem Brandwall, um für alles bereit zu sein, was in Griechenland passieren könnte“, sagte Venizelos.

Schicksalswahl am Sonntag

Eine überwältigende Mehrheit der Griechen ist für einen Verbleib des Landes im Euro-Raum, lehnt aber die harten Spar- und Reformauflagen ab. Diese haben die internationalen Geldgeber jedoch verpflichtend an die Unterstützung geknüpft.

In Griechenland muss neu gewählt werden, nachdem die Parteien es nach der vorigen Wahl Anfang Mai nicht schafften, eine Regierung zu bilden. Die Wahl gilt auch als Abstimmung über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und die Zukunft des 130 Milliarden Euro schweren internationalen Rettungsprogramms.

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